Eigenschaft der Luft
Physikalische Eigenschaft der Luft
Physikalisch gibt es 2 Möglichkeiten den Wert der relativen Feuchtigkeit in einem Raum zu senken.
- die Raumtemperatur unverändert halten, aber die Wasserdampfmenge pro kg Luft vermindern.
- die Menge des Wasserdampfes pro kg Luft unverändert halten, aber die Temperatur erhöhen.
Die Zusammenhänge von Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterliegen komplizierten Abläufen und sind von Mollier gemessen und in einem hx-Diagramm dargestellt
worden.Nachfolgend soll hier eine möglichst einfache Erklärung gegeben werden:
Jeder hat schon von Luftfeuchtigkeit, z.B. von 60% r.F. gehört. Gemeint ist hiermit die relative Luftfeuchtigkeit. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte, gehört zur Bewertung der tatsächlichen in der Luft
enthaltenen Wassermenge der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit und die zugehörige
Temperatur.
Beispiel:
10 Grad Celsius / 80 % relative Luftfeuchtigkeit = 6,2 g Wasser in 1 Kg Luft, d.h. ca.
1 Kubikmeter Luft
20°C / 80 % r.F. = 11,7 g / cbm Luft
30°C / 80 % r.F. = 21,5 g / cbm Luft
d.h. bei 30°C und 80 % r.F. ist die enthaltene Wassermenge ca. 3,5 x so hoch wie
bei 10°C und 80% relativer Luftfeuchtigkeit.
Wenn Luft abgekühlt wird und den sogenannten Taupunkt unterschreitet, fällt
Schwitzwasser aus, d.h., wie schon vorher erwähnt, in Form von Feuchtigkeit an
Wänden und Fensterscheiben und überall dort, wo Kältebrücken entstehen oder z.B.
kalte Rohrleitungen sind.
Beispiel Taupunkt:
10°C und 80% r.F. Taupunkt = 6,5°C
20°C und 80% r.F. Taupunkt = 16,5°C
30°C und 80% r.F. Taupunkt = 27,0°C
Hieraus zeigt sich, daß sich in feuchten Räumen ( wobei 70 – 80 % r.F. ein gängiger
Wert ist ) schon bei geringen Temperaturdifferenzen Schwitzwasser oder Feuchte-
niederschlag bildet.




