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18. September 2007

Infos zur Neubautrocknung

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 14:24

1. Generelle Problemstellung

Bei der Erstellung eines neuen Bauwerkes werden sehr große Mengen Wasser verarbeitet. Vor allem in Estrichen, aber auch in Putz und Mauerwerk. Hinzu kommen Feuchtebelastungen durch ungünstige Witterungsbedingungen oder gar Wassereinbrüche während der Rohbauphase.

Nachfolgenden Gewerken, wie Bodenlegern und Malern, ist es nicht möglich feuchte Oberflächen zu bearbeiten. Sie benötigen zur Verlegung des Bodens oder für Anstricharbeiten trockene Oberflächen.

2. Feuchte in Estrich, Putz und Mauerwerk

Die intensivste Trocknung benötigt der Estrich. Soll etwa Parkettboden verlegt werden, kann eine Nichtbeachtung des korrekten Feuchtewertes des Estrichs zu starken Schäden am Parkett führen: Das Holz saugt die Feuchtigkeit aus dem Estrich und verformt sich. Eine komplette Erneuerung des Parkettbodens ist in solchen Fällen meist unvermeidlich.

Aber auch bei Teppich- oder Laminatböden kann es zu Schäden kommen, wenn dieser auf einem zu feuchten Estrich verlegt wird. Die Böden können sich lösen und es kann zu einer extrem gesundheitsschädigenden Schimmelbildung kommen.

Bei Putz und Mauerwerk ist die gebundene Wassermenge deutlich niedriger als bei Estrichen, so dass deren Austrocknung meist deutlich schneller erfolgt.

3. Möglichkeiten der Trocknung

a) Gezielte Entfeuchtung mit Hilfe von Kondensationstrocknern
Bei dieser heute am weitesten verbreiteten Trocknungsmethode, wird der Raumluft mit Hilfe von Trocknungsgeräten Feuchtigkeit entzogen. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt und zieht somit Feuchtigkeit aus Wand und Bodenflächen. Das anfallende Kondensat wird mit Eimern aufgefangen oder direkt abgeführt.

Die physikalische Erklärung dafür ist, dass Materie mit einem höheren Feuchtegehalt einen höheren Druck hat. D Drücke immer bestrebt sind sich auszugleichen, erfolgt hier dieser Druckausgleich zwischen den feuchten Wand- und Bodenmaterialien (hoher Druck) und der trockenen Luft (niedriger Druck).

b) Beheizung
Bei der Beheizung wird die Raumluft stark erwärmt. Warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft, d.h. durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit rapide. Die physikalische Ursache der Trocknung ist also gleich wie bei der Luftentfeuchtung. Da aber auch die Feuchtekapazität der warmen Luft beschränkt ist, müssen die Räume gelüftet werden, um einen regelmäßigen Luftaustausch zu gewährleisten.

4. Kostenvergleich Luftentfeuchtung / Beheizung

Die Luftentfeuchtung zur Neubautrocknung einzusetzen, hat sich aufgrund des wesentlich niedrigeren Energieaufwandes gegenüber der Trocknung durch Beheizung durchgesetzt. Er beträgt nur ca. 10 %. Dies schafft deutliche Kalkulationsvorteile und schont die Umwelt. Weiterhin laufen Entfeuchtungsgeräte völlig wartungsfrei, mit Hilfe von Pumpen ist sogar die Kondensatentsorgung kein Thema mehr. Es müssen keine schweren Gasflaschen ausgetauscht werden und kein Heizöl nachgefüllt werden.

Durch die Technik der Adsorptionstrocknung (dazu unten mehr) läßt sich die Trocknung durch Entfeuchtungsgeräte auch bei Temperaturen bis zu - 20 °C einsetzen.

5. Geräte zur Entfeuchtung

Mobile Kondensationstrockner (Bautrockner) arbeiten nach dem Kondensationsprinzip mit Wärmerückgewinnung. Die Geräte verfügen im wesentlichen über einen Kältekreislauf (Kompressor, Verdampfer, Verflüssiger) und einen Ventilator. Die Raumluft wird am Verdampfer stark abgekühlt, das dabei anfallende Kondensat wird aufgefangen und abgeführt. Die kalte Luft wird danach über den warmen Verflüssiger geführt und erwärmt. Somit wird die Raumluft kontinuierlich entfeuchtet und leicht erwärmt.

Bautrockner sind sehr mobil, um einen einfachen Aufbau zu gewährleisten und die Möglichkeit zu bieten, die Geräte umzustellen, falls sie einmal im Wege stehen sollten. Wichtig ist, dass die Geräte äußerst robust verarbeitet sind, denn gerade auf Baustellen wird mit den Geräten nicht immer zimperlich umgegangen.

Die zur Neubautrocknung gängigsten Größen haben einen Kraftbedarf von ca. 1 kW und einen 230 V-Anschluß. Die maximale Entfeuchtungsleistung dieser Gerätegröße beträgt ca. 50 Liter / Tag. Der Arbeitsbereich liegt bei ca. + 5 bis + 35 °C.

Ein anderes Entfeuchtungsprinzip ist die Adsorptionstrocknung. Hierbei wird die Feuchtigkeit in einem rotierenden, mit Silikagel beschichteten, Aluminiumrad gebunden (adsorbiert) und dann mittels einer eingebauten Heizung wieder freigegeben. Vorteil dieses Prinzips ist der deutlich größere Arbeitsbereich (- 20 bis + 30 °C). Nachteile sind die etwas komplizierte Handhabung und der höhere Kraftbedarf gegenüber Kondensationstrocknern.

Da die austretende Luft bei Adsorptionstrocknern sehr trocken ist (mitunter < 1 % rF), kann es bei unsachgemäßen Einsatz zu Schädigungen, besonders von Estrichen, kommen, da die Trocknung zu schnell erfolgt.

6. Restbaufeuchte

In jedem Neubau ist die Feuchtebelastung höher als in älteren Bauten, da die meisten Baustoffe die gebundene Feuchtigkeit sehr langsam abgeben. Hinzu kommt, dass aufgrund der Wärmeschutzverordnung die Neubauten wesentlich dichter sind als früher und somit keine Feuchtigkeit nach Außen entweichen kann.  Viele Bauherren oder Mieter beklagen sich über diese Restfeuchte und sehen in ihr einen Anlaß zu Reklamationen. Diese sind zwar nachvollziehbar, aber aufgrund der oben beschriebenen Begebenheiten nicht berechtigt.

Abhilfe schafft hier stoßweises Lüften (mind. 5-mal am Tag ca. 5 bis 10 Minuten) oder der vorübergehende Einsatz eines kleineren Kondensationstrockners.

7. Kondensationsfeuchte

Besonders in heißen Sommern tritt in Kellerräumen verstärkt das Problem der Kondensation auf. Warme Außenluft wird in den Kellerräumen stark abgekühlt, wenn die Wand- und Bodenflächen dann noch besonders kühl sind kondensiert die Luft sofort, teilweise in solchen Ausmaßen, dass sich Pfützen bilden können.

In Neubauten tritt dieses Problem besonders häufig auf, da meist noch Restfeuchte vorhanden ist und die Keller noch besonders kühl sind, vor allen wenn der Rohbau in der kalten Jahreszeit erfolgte. Durch die guten Dämmeigenschaften bleibt die Kälte bis weit in den Sommer hinein gespeichert. Besonders anfällig sind auch Häuser auf Lehmboden, da dieser sich nur sehr langsam erwärmt.

25. Juli 2007

Ramklimageräte in der Anwendung

Abgelegt unter: Klimatisierung — Gabor Lerch @ 13:41

Das Behaglichkeitsgefühl in Wohn- und Büroräumen
Ein Raumklima, das der Mensch als behaglich empfindet, ist die Voraussetzung für die Erhaltung der Gesundheit und der vollen Leistungsfähigkeit. Ein unbehagliches Raumklima reduziert die Arbeitsleistung und erhöht sogar die Unfallhäufigkeit.Was sind die Voraussetzungen für ein behagliches Raumklima?
Temperatur der Luft
relative Feuchtigkeit der Luft
Temperaturen der Umschließungsflächen (Wände, Decken, usw.)
Luftbewegung

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von mehr als 60 - 70% und bei Aussentemperaturen von 25 - 26°C empfinden wir die Luft als schwül und drückend. Die Unfallhäufigkeit und die Kreislauferkrankungen nehmen zu. Die Leistungsfähigkeit sinkt auf ein Minimum ab.
Wärmeabgabe und Wärmeaufnahme des Körpers hängen von den klimatischen Umgebungsbedingungen ab!

Bei einer Raumtemperatur von 20 - 24°C werden ca. 20 - 35% der überschüssigen Körperwärme durch die Verdampfung des Schweisses auf der Hautoberfläche abgegeben.
Mit steigender Feuchtigkeit der Luft führt die Wärmeabgabe zu verstärkter Schweissbildung.
Hierdurch wird erkennbar, dass eine Klimatisierung der Wohn- und Büroräume nicht nur eine Frage hoher Temperaturen (25°C und mehr), sondern auch eine Frage der bei uns häufig vorkommenden zu hohen Luftfeuchtigkeit im Sommer ist.

Deshalb:
Das Ausmass der Wärmeabgabe und Schweissverdampfung hängt in erster Linie vom Feuchtigkeitsgehalt der Luft ab!

Eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit wirkt sich im Sommer günstig aus, da in dieser Jahreszeit die Wärmeabgabe durch Schweissverdampfung für das Gleichgewicht des Wärmehaushaltes ausschlaggebend ist.
Ein Absenken der zum Teil zu hohen Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Büroräumen ist nur in Verbindung mit einer Temperaturabsenkung möglich.
Daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden:
Auch in unseren Breitengraden ist eine Klimatisierung von Wohn- und Büroräumen zur Gesunderhaltung und zur Aufrechterhaltung unserer geistigen und körperlichen Schaffenskraft erforderlich.

Welche Möglichkeiten bieten sich?
Eine Klimaanlage, die die komplette Luftaufbereitung wie Filterung, Beheizung, Befeuchtung, Entfeuchtung und Kühlung übernimmt, ist vielfach nur in größeren Bürogebäuden und Rechenzentren eingebaut.
Die heute in Wohn- und Büroräumen am meisten eingesetzten Geräte sind sogenannte Raum-Klimageräte (nach 8957 Blatt 1), die die Luft filtern, kühlen und entfeuchten.
Diese Geräte schaffen ein angenehmes Raumklima und können vom Benutzer individuell auf die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden.
Empfehlenswert sind Split-Klimageräte, bei denen das leise Innenteil im Raum steht und das ebenfalls geräuscharme Aussenteil (Maschinenteil) ausserhalb des Raumes (Vorgarten, Dach, Balkon usw.) aufgestellt wird.Worauf ist beim Kauf einer solchen Anlage zu achten?
Auch bei angenehmen Raumtemperaturen kann der gut klimatisierte Raum jedem das ”Behaglichkeitsgefühl” nehmen, wenn eine Heulboje im Raum installiert ist oder ein ständiges Geräusch vom Klimagerät auf den Menschen eindringt.
Nur Geräte mit niedrigem Geräuschpegel sollten in Wohn- und Büroräumen zum Einsatz kommen. Auch das Außenteil darf die von den Gewerbeaufsichtsämtern zugelassenen Schallpegel nicht überschreiten, will man nicht mit den Nachbarn in Streit geraten.
Qualität und die zu erbringende Kälteleistung sind zu prüfen.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass das angebotene Klimasystem von einer erstklassigen Kälte-Klima-Fachfirma geplant und installiert wird.
Es lohnt sich, ein paar Mark mehr für ein gut funktionierendes Klimasystem zu investieren.

Was leistet ein Raumklimagerät?
Ein mittleres Gerät leistet ungefähr 3000 Watt im Kühlbetrieb. Hier ein Vergleich, der eine Vorstellung von dieser Leistung gibt: Ein mittlerer Haushaltskühlschrank mit Kompressorkühlung (dessen Kälteanlage nach dem gleichen Prinzip arbeitet) hat eine Kälteleistung von 175 Watt. Ein Raumklimagerät mit 3000 Watt leistet also soviel wie 17 Kühlschränke.
Klimageräte bewegen soviel Luft, wie zur Übertragung dieser Kälteleistung notwendig ist, ohne dass Zugbelästigung entsteht.
Das Raumklimagerät ist so konstruiert, dass die Raumtemperatur nicht mehr als 6°C unter der Aussentemperatur liegen sollte. Eine größere Temperaturdifferenz wäre für den Menschen schädlich (Akklimatisationsbeschwerden) und würde beim Betreten und Verlassen des Raumes als unangenehm empfunden. Man spricht hier von einer unangenehmen Schockwirkung.
Durch die Installation eines Raumklimagerätes ist eine nachträgliche Renovierung des Raumes nicht erforderlich. Durch die Verlegung in Kabelkanälen ist heute eine saubere Montage gegeben, ohne dass der Betreiber nachträgliche Malerarbeiten vornehmen muss.

Qualität hat ihren Preis
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

19. Juli 2007

Allgemeine Informationen zum Thema Luftentfeuchtung

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:26
Allgemeine Informationen zum Thema Luftentfeuchtung
  Es vergeht heute kaum ein Tag an dem wir nicht in irgendeiner Art und Weise mit
dem Thema Klima und Umwelt konfrontiert werden.
Insbesondere das Klima in Wohn- und Arbeitsbereichen ist ein absolut aktuelles
Thema.

Wir hören sie doch immer wieder, die Reizworte: Schimmelpilze, Hausstaubmilben, Allergien,
Atemwegserkrankungen etc.
Die Gesundheit des Menschen wird stark von der
Umgebung in der er lebt beeinflußt.
Eine grundlegende Rolle spielt dabei die Luft, die
jedoch zum Träger von Faktoren werden kann, welche
sich schädlich auf das menschliche Wohlbefinden
auswirken können.

Schimmelpilz im
Wohnbereich


Ein wesentliches Problem dabei ist die Luftfeuchtigkeit.

Da stellt sich die berechtigte Frage:

                                            Was ist Feuchtigkeit überhaubt ?

Feuchtigkeit ist Wasser das in Materialien als Flüssigkeit enthalten ist, zum Beispiel
Feuchtigkeit im Mauerwerk oder im Holz.

Es existiert aber auch Feuchtigkeit in der Luft.
In der Bauphysik wird unsichtbares, gasförmiges
Wasser in der Luft als Wasserdampf bezeichnet.

Da man Wasserdampf nicht sehen, nicht hören und
nicht riechen kann, wird er häufig erst entdeckt, wenn
Gebäude und deren Bewohner schon Schaden
genommen haben (z.B. Schimmelpilzbefall).

Schimmelpilz im
Kellerbereich


Gerade im Zeitalter der ”modernen Wärmedämmung” spielt die Luftfeuchtigkeit den
Bewohnern oft übel mit. Aber auch Einrichtungsgegenstände und Inventar bleiben
davon oftmals nicht verschont.

Zu hohe Luftfeuchtigkeit kann auch ein temporäres Problem sein.
Oder es gibt Bereiche, in denen eine ganz bestimmte Luftfeuchtigkeit unbedingt
erforderlich ist.

Alle diese Themen werden wir versuchen im Folgenden zu behandeln.

Entstehung von Feuchtigkeitsschäden

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:25
Entstehung von Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden und Gegenständen
  Feuchtigkeitsschäden entstehen durch den Wechsel von Temperatur und Luft-
feuchtigkeit der Außen- und Innenluft, sowie fehlende oder mangelnde
Luftzirkulation oder ungenügenden Luftaustausch (genauere physikalische
Zusammenhänge im späteren Abschnitt.)Warme Luft enthält unter normalen Bedingungen eine größere Menge (gebundenes)
Wasser als kalte Luft.
Trifft die warme Luft auf einen kalten Gegenstand, kühlt sie ab und kann den
ursprünglichen Wassergehalt nicht mehr halten.
Der überzählige Wasseranteil kondensiert am kalten Gegenstand und schlägt
sich als Schwitzwasser nieder.

Man nennt diesen Vorgang „Unterschreitung des Taupunktes”.
Mit Feuchtigkeit beschlagene Wände in Kellerräumen - insbesondere im Sommer-
halbjahr - bzw. beschlagene Fensterscheiben im Winterhalbjahr.

Eine weitere Ursache für Feuchtigkeitsschäden
an Gebäuden ist die Aufnahme und das Durchdringen
von Feuchtigkeit durch Mauerwerk, Beton, Estrich und
anderen Baumaterialien durch kapillare oder
hygroskopische Wasseraufnahme, Sicker- und
Hangwasser, Kapillarkondensation, sowie durch
Versalzung von Baustoffen.
Bauaustrocknung


Hierdurch steigt innen die Luftfeuchtigkeit an und läßt sich durch Lüften und Heizen
nicht mehr entfernen, da der Feuchtezufluß höher liegt als die Abdunstung.
Im Winter kann ohnehin nicht dauernd gelüftet werden, da die Energiekosten sonst ins
uferlose steigen. Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt außerdem Pilz-, Bakterien- und
Schwammbildung im Mauerwerk und Wachstum von Staubmilben ( über 45% r.F.)
und kann zu Gesundheitsschäden führen.
Hinzu kommen Feuchtigkeitsschäden durch Undichtigkeiten an Gebäuden und
Dächern, Unwetter und Überflutungen sowie Leckagen an Wasserinstallationen,
Rohrbrüchen und auch Schwitzwasserbildungen an kalten Leitungen und Gegenständen.

Weitere Feuchtigkeitsschäden entstehen durch
prozeß- oder fertigungsbedingte Systeme,wie
Schwimmbäder, wo das Wasser ständig abdunstet oder in der Lebensmittelindustrie, wo
mit Heißwasser gereinigt, bzw. überall dort, wo
offen mit Wasser oder Dampf gereinigt wird.

Gefahrenquelle Schwimmbad


Hohe Instandsetzungskosten bzw. nicht mehr gutzumachende Zerstörungen sind die
unausweichliche Folge.

Isolation

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:24
Warum gute Isolationen und Wasserdampfsperren nicht unbedingt vor Feuchtigkeit schützen
 

Außenfeuchtigkeit durchdringt Baukörper und wird in
erheblichen Mengen von Beton, Estrich, Mauerwerk
und den üblichen Baumaterialien gespeichert.
Die gespeicherten Feuchtigkeitsmengen werden
kontinuierlich an die Raumluft abgegeben.
Das gilt für Kellerräume wie auch für Erdgeschosse
und Stockwerke sowie freistehende Garagen, Hallen
usw.

Beton speichert Feuchtigkeit


Die durchdringende Wassermenge hängt im wesentlichen von Art und Ausführung
der Isolation ab.
Altbauten ohne oder mit geringer Isolation werden daher wesentlich stärker von außen
durchfeuchtet als neuere Bauwerke.
Das Gegenextrem ist die superdichte Isolation mit dichtschließenden Fenstern, die
zwar keine Feuchtigkeit mehr von außen durchläßt aber so feuchtedicht ist, daß innen
abgegebene oder erzeugte Luftfeuchtigkeit von Menschen und Tieren, beim Kochen,
im Badezimmer, von Wasch- und Geschirrspülmaschine dazu führt, daß trotz Lüften
und Heizen die Luftfeuchtigkeit zu hoch liegt und zu empfindlichen
Feuchtigkeitsschäden führt.

Nachstehende Werte geben einen Überblick über die Feuchtigkeitsaufnahme von
verschiedenen Baumaterialien.
Hieraus wird deutlich, welche Wassermengen im Baukörper gespeichert werden
können.

Baumaterial

max. Wasseraufnahme

 
Vollziegel

90 - 190 Liter / cbm

 
Kalksandstein

180 - 270 Liter / cbm

 
Schwerbeton

140 - 190 Liter / cbm

 
Gasbeton

280 - 290 Liter / cbm

 
Gipsbauplatte

360 - 490 Liter / cbm

 

Eigenschaft der Luft

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:22
Physikalische Eigenschaft der Luft
  Physikalisch gibt es 2 Möglichkeiten den Wert der relativen Feuchtigkeit in einem
Raum zu senken.

die Raumtemperatur unverändert halten, aber die Wasserdampfmenge pro kg Luft vermindern.
die Menge des Wasserdampfes pro kg Luft unverändert halten, aber die Temperatur erhöhen.


Die Zusammenhänge von Temperatur und Luftfeuchtigkeit unterliegen komplizierten
Abläufen und sind von Mollier gemessen und in einem hx-Diagramm dargestellt
worden.
Nachfolgend soll hier eine möglichst einfache Erklärung gegeben werden:
Jeder hat schon von Luftfeuchtigkeit, z.B. von 60% r.F. gehört.
Gemeint ist hiermit die relative Luftfeuchtigkeit. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit
aufnehmen kann als kalte, gehört zur Bewertung der tatsächlichen in der Luft
enthaltenen Wassermenge der Wert der relativen Luftfeuchtigkeit und die zugehörige
Temperatur.

Beispiel:

10 Grad Celsius / 80 % relative Luftfeuchtigkeit = 6,2 g Wasser in 1 Kg Luft, d.h. ca.
1 Kubikmeter Luft
20°C / 80 % r.F. = 11,7 g / cbm Luft
30°C / 80 % r.F. = 21,5 g / cbm Luft


d.h. bei 30°C und 80 % r.F. ist die enthaltene Wassermenge ca. 3,5 x so hoch wie
bei 10°C und 80% relativer Luftfeuchtigkeit.
Wenn Luft abgekühlt wird und den sogenannten Taupunkt unterschreitet, fällt
Schwitzwasser aus, d.h., wie schon vorher erwähnt, in Form von Feuchtigkeit an
Wänden und Fensterscheiben und überall dort, wo Kältebrücken entstehen oder z.B.
kalte Rohrleitungen sind.
Beispiel Taupunkt:

10°C und 80% r.F. Taupunkt = 6,5°C
20°C und 80% r.F. Taupunkt = 16,5°C
30°C und 80% r.F. Taupunkt = 27,0°C


Hieraus zeigt sich, daß sich in feuchten Räumen ( wobei 70 – 80 % r.F. ein gängiger
Wert ist ) schon bei geringen Temperaturdifferenzen Schwitzwasser oder Feuchte-
niederschlag bildet.

Verfahren zur Luftentfeuchtung

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:18
Kondensationstrocknung
 

Kondensationstrocknung auch Kältetrocknung genannt
oder als Entfeuchtung nach dem Wärmepumpenprinzip
bezeichnet, ist die Art der Luftentfeuchtung, mit der wir
es im Industriellen als auch im privaten Bereich am
häufigsten zu tun haben.
Herzstück eines Kondensationstrockners ist der
Kältekompressor, auch Kältemaschine genannt.
Kondensationstrockner arbeiten im Umluftbetrieb
( Fenster und Türen möglichst geschlossen ).
Der Kondensationstrockner geht besonders sparsam
mit der elektrischen Energie um.
Kondensations-trockner


Er arbeitet nach dem Prinzip der Wärmepumpe mit Wärmerückgewinnung, d.h.
er nutzt die in der Luft vorhandene Energie aus.
Das ergibt zusätzlich einen Energiegewinn bis 3,5 fachen der aufgewendeten Energie.
Gegenüber der Methode Heizen und Lüften benötigt der Kondensationstrockner nur
ca. 20% der sonst benötigten Energie.
Außerdem ist die Trocknung mit dem Kondensationstrockner gleichmäßig und
damit schonend für Mensch, Baukörper und Gegenstände.

Ständige Luftumwälzung und entfernen der überschüssigen Luftfeuchtigkeit senkt den
Wasserdampfteildruck im gesamten Raum, Keller, Halle, Garage usw.
Überall dort, wo höhere Luftfeuchtigkeit ( höherer Wasserdampfteildruck ) herrscht,
setzt die Verdunstung unverzüglich ein, da sich der Wasserdampfteildruck ausgleichen
will.

Die Feuchtigkeit wird auf umgekehrte Art wie sie in Mauerwerk, Estrich, Beton,
Baukörper, Gegenstände usw. gelangt oder kondensiert ist, durch intensive
Verdunstung wieder ausgetrieben.

Die freiwerdende Wärmemenge, die das mehrfache des elektrischen Anschlußwertes
des Kondensationstrockners betragen kann, trägt zur Erwärmung des Raumes bei.

Funktionsprinzip Kondensationstrocknung
  Die feuchte Raumluft wird vom Ventilator angesaugt und strömt über ein Kühlregister
(Verdampfer).
Hier wird die feuchte Luft rasch abgekühlt und das überschüssige Wasser
kondensiert aus (Unterschreitung der Taupunkttemperatur).

Das ausgeschiedene Wasser tropft über eine Sammelschale in den
Sammelbehälter, bzw. wird über einen Schlauch abgeleitet.
Dieser wird, wenn er voll ist, entnommen und geleert. Die abgekühlte und
entfeuchtete Luft wird danach über den Kondensator geleitet, wieder erwärmt und
am Frontgitter ausgeblasen.

Bei Raumtemperaturen unter 20°C kann das Kühlregister vereisen bzw. einfrieren.
Eine vollautomatisch arbeitende Abtauautomatik beseitigt den Eisansatz von Zeit
zu Zeit. Luft von 0°C oder weniger hat einen niedrigen Feuchtegehalt.
Es ist deshalb sinnvoll, das Gerät in diesem Temperaturbereich nicht arbeiten zu
lassen.

1

  Feuchtluft

2

  Luftfilter

3

  Kühlregister

4

  Auffangwanne

5

  Kondenswasser

6

  Wasserbehälter

7

  Kondensator

8

  Ventilator

9

  Luftaustritt

10

  Kompressor

11

  Trockenluft


Arbeitsbereich eines Kondensationstrockners:
Temperatur: 0°C bis ca. 30°C ( variiert je nach Ausstattung des Gerätes )
Feuchte:       40 – 80% relative Feuchte

Anwendungsbereiche:
Wasserwerke, Pumpenstationen, Privathaushalte, Kellerräume, Bautrocknung,
Wäschetrocknung, Schwimmbadentfeuchtung, Werterhaltung, Lager, Konservierung,
Museen, Sammlungen, Holztrocknung, Luftschutz, Klimaräume, Labor etc.

Adsorptionstrocknung
  Adsorptionstrocknung auch Sorptionstrocknung genannt. Herzstück des Adsorptions-
trockners ist ein Sorptionsrotor. Feuchte Luft wird über ein radförmiges
Trocknungselement ( Rotor ) geleitet.Dieser Sorptionsrotor dessen wabenförmige Struktur eine außerordentlich große
Oberfläche bildet, ist z.B. mit einem speziellen stark hygroskopischen
( = feuchteaufnehmenden ) Metallsilikat beschichtet, daß der durchgeführten Luft,
unabhängig von der Temperatur, die Feuchtigkeit entzieht. Funktionsprinzip:
Die Prozeßluft oder Raumluft wird durch den sich kontinuierlich drehenden Sorptions-
rotor geführt. Die vom Rotor aufgenommene Feuchtigkeit wird durch einen im
Gegenstrom geführten, erhitzten Luftstrom (Regenerationsluft) wieder ausgetrieben
und an die Atmosphäre abgegeben.
Die Vorgänge „Sorption” und „Regeneration” erfolgen kontinuierlich nebeneinander.

Trocknung mit einem Luftstrom

1

  Trockenluft

2

  Ventilator

3

  Heizelement

4

  Rotor

5

  Regenerationsluft

6

  Prozessluft
     
Trocknung mit 2 getrennten Luftströmen

1

  Trockenluft

2

  Ventilator

3

  Heizelement

4

  Rotor

5

  Ventilator Regeneration

6

  Regenerationsluft

7

  Prozessluft
Trocknung mit nageschaltetem Kondensator
1   Trockenluft
2   Ventilator
3   Heizelement
4   Ventilator
5   Regenerationsluft
6   Rotor
7   Feuchtluft
8   Luftkondensator
9   Prozessluft
 
 

Arbeitsbereich eines Adsorptionstrockners:
Temperatur: -30°C bis ca. +30°C (variiert je nach Ausstattung des Gerätes)
Feuchte:         0 – 100% relative Feuchte
Anwendungsbereiche:
Der Einsatzbereich bestimmt den Typ. Meistens werden Adsorptionstrockner nach
Kundenspezifikationen ausgelegt, projektiert und gefertigt, oftmals mit Zusatz-
einrichtungen wie Wärmerückgewinnung, Vor- bzw. Nachkühlung,
Druckerhöhungsventilatoren etc..
Typische Einsatzbereiche sind Wasserwerke, Brunnenanlagen, Pumpwerke,
Wasserschadensanierung, Konservierung, Kunststofftechnik, Nahrungsmittelindustrie,
Wehrtechnik, Lagerhaltung, Pharmazie, Klimaräume, Chemie, Landwirtschaft,
Korrosionsschutz, etc…

Feuchtigkeit in Wohn- und Kellerräumen

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:13
Feuchtigkeit in Wohn- und Kellerräumen
  Keller- und Souterrainräume
Oftmals sind es besonders die Keller- und Souterrainbereiche im Haus, die von
temporären Feuchtigkeitsproblemen heimgesucht werden.

Besonders im Sommer ist damit zu rechnen, das
Kellerräume feucht sind. Eine dauerhafte Nutzung
ist oftmals gar nicht möglich.
Außerdem fühlt man sich auch unwohl in diesen
Räumen. Sehr häufig riecht es im Keller moderig.
Ein mobiler Luftentfeuchter kann gezielt in den
unterschiedlichen Räumen eingesetzt werden.
Feuchte Kellerwand


Badezimmer
Innenliegende Bäder sind sehr häufig ein Problembereich. Beim Duschen
oder Baden entstehen große Mengen Wasserdampf. Der Entfeuchter läßt das
Badezimmer trocknen, bevor die Wände die Feuchtigkeit aufsaugen.
Schwarzen Flecken in der Zimmerecke oder am Duschvorhang sind ein untrügliches
Zeichen für Schimmelpilz.
Meistens wird auch noch Wäsche in den Bädern getrocknet. Das bedeutet doppelte
Feuchtigkeitsbelastung.
Ein kleiner Entfeuchter kann hier leicht Abhilfe schaffen und er trocknet zudem die
Wäsche sehr schnell auf schonende Weise.

Wohnbereiche Allgemein

In einem 4-Personen-Haushalt können an einem Tag durchaus zehn Liter Wasser
an die Raumluft abgegeben werden. Da man Wasserdampf nicht sehen, nicht
hören und nicht riechen kann, wird er häufig erst entdeckt, wenn Gebäude und
deren Bewohner schon Schaden genommen haben.
Was bewirken moderne Wärmedämmungen?
Alles wird dichter und dichter. Die Feuchtigkeit kann nicht mehr abgeführt werden.
Also muß immer wieder gelüftet werden. Aber was ist wenn man nicht ständig lüften
kann, z.B. wegen Abwesenheit oder bei Lärmbelästigung von außen?
Auch hier kann ein Luftentfeuchter unterstützend seine Arbeit leisten.

Weinkeller
Ein schöner Gewölbekeller eignet sich hervorragend zur Lagerung Ihres Weinvorrates.
Geregelte Luftfeuchtigkeit ist hier zum Schutz der Korken sinnvoll. Etiketten und
Kartons beginnen sonst zu schimmeln.
Luftentfeuchter schaffen hier die optimalen Lagerbedingungen für Ihren Wein.

Werterhaltung
Werterhaltung von Sammlungen, Archiven, Waffen, Gerätschaften in Gartenhäusern, etc.
Alles Bereiche in denen es immer auf eine einzuhaltende Luftfeuchtigkeit ankommt.
Ein Luftentfeuchter regelt das von selbst.

Wintergarten
Taupunktunterschreitung und Kondensationsfeuchte an
Fenstern, machen den schönsten Wintergärten zu
schaffen. Das muß nicht sein.
Ein Entfeuchter schafft Abhilfe.

Neubaufeuchte
Mit Neubaufeuchte haben wir es in der heutigen Zeit
sehr oft zu tun. Was ist die Ursache?

Kondensationsfeuchte in
Wintergärten

Früher wurden Neubauten regelrecht „trockengewohnt“. Das ist heute natürlich
undenkbar. Der stetig wachsende Preis- und Termindruck im Baugewerbe wirkt sich
ganz klar auf die Bausubstanz aus.

Es ist richtig, daß die maschinelle Bauaustrocknung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Trotzdem wird auf die Neubauaustrocknung immer noch viel zu oft verzichtet.
Das hat zur Folge, das nachträgliche Schäden an der Bausubstanz entstehen und
letztendlich die Bewohner immer die Leidtragenden sind.

Was ist zu tun, wenn man weiß, daß die relative
Feuchte in einem Neubau nach Bezug zu hoch ist ?
Handelt es sich um einzelne Räume (z.B. ein
bestimmter Kellerraum), kann ohne weiteres mit
einem Luftentfeuchter Abhilfe geschaffen werden.
Sind mehrere Räume betroffen, kann der
Luftentfeuchter auch regelmäßig umgestellt
werden.

Neubauaustrocknung


Stellt man jedoch fest, daß die Feuchtigkeit allgemein in der Wohnung viel zu hoch ist
und sich evtl. sogar die Tapeten von der Wand lösen oder bereits Schimmelpilz entsteht,
sollten Sie umgehend eine Fachfirma kontaktieren.
In Ihrem Branchenbuch finden Sie unter „Bautrocknung“ oder „Wasserschadenbeseitigung“
sicherlich den richtigen Ansprechpartner.

Feuchtigkeit in Ferienhäusern und Wohnungen

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:12
Feuchtigkeit in Ferienhäusern und Wohnungen
  Oftmals befinden sich Feriendomizile in Gegenden wo die klimatischen Bedingungen
sehr großen Schwankungen unterliegen, z.B in Meer- oder Seenähe, Waldlage oder in
Gebieten mit wenig Regen aber heftigen sporadischen Niederschlägen.

Insbesondere diese Lagen bringen temporäre
Feuchtigkeitsprobleme mit sich, die auf Dauer
unweigerlich zu unvorhersehbaren Schäden an
Gebäude und Inventar führen.
Unabhängig von der Lage ist aber die temporäre
Nutzung von solchen Objekten ein Problem an sich.
Denn wenn ein Objekt nicht regelmäßig bewohnt
wird, kann es auch nicht regelmäßig belüftet werden.

Ferienhäuser werden nicht
regelmäßig bewohnt


Die Folge sind oft muffige Räume, klamme Bettwäsche, Modergeruch im Haus etc., ganz
einfach ein unangenehmes Klima. 
In verschiedenen Ländern ist der Luftentfeuchter ein nicht mehr wegzudenkendes
Haushaltsprodukt.
Besonders in den USA und in asiatischen Ländern, werden viele kleine Luftentfeuchter
verkauft. Ein Produkt das es in fast jedem Elektroladen zu kaufen gibt.
In Europa wird der Luftentfeuchter vorwiegend noch (auch aus gutem Grund) über
Fachfirmen oder Klimafirmen verkauft. Die Beratung spielt bei diesem Produkt eine große
Rolle.

Deshalb können Sie AERIAL -Luftentfeuchter nur über den qualifizierten Fach- und
Klimahandel beziehen.

Oldtimer, Garage

Abgelegt unter: Luftentfeuchtung — Gabor Lerch @ 16:11
Wie schaffe ich kalifornische Verhältnisse ?
 

Fahrzeuge aus Kalifornien gelten unter Kennern als
relativ rostfrei.Sie sind selbst nach 20 Jahren noch
in gutem Zustand.
                             Woran liegt das?

Entscheidend ist die dort herrschende niedrige
relative Luftfeuchtigkeit.

Luftentfeuchter = Rostschutz

Sie verhindert Ansammlungen von Feuchtigkeit (zum Beispiel durch Kondensation) in
Hohlräumen, Korrosion anMetallteilen allgemein, Verrotten von Holz, Leder und
anderen Materialien
.
Was ist bei unserem Feuchtklima zu tun, um den Zerstörungsprozeß durch Rost und
Korrosion aufzuhalten und “kalifornische Verhältnisse” zu erreichen?
Der springende Punkt ist die Reduzierung der relativen Luftfeuchtigkeit.
Besonders bei wechselhaften Wetterbedingungen gewinnt dieses Thema bei der
Erhaltung von Fahrzeugen und Maschinen regelmäßig an Bedeutung.

Entstehung von Feuchtigkeitsschäden an Kraftfahrzeugen
  Feuchtigkeitsschäden an Fahrzeugen
entstehen durch den Wechsel von Temperatur und Feuchtigkeit der umgebenden Luft
sowie durch fehlende oder mangelhafte Luftzirkulation.Warme Luft enthält
unter normalen Bedingungen eine größere Menge (gebundenes) Wasser als kalte Luft.
Trifft die warme Luft auf einen kalten Gegenstand, kühlt sie ab und kann den
ursprünglichen Wasseranteil nicht mehr halten.
Dieser kondensiert am kalten Gegenstand und schlägt sich als Schwitzwasser nieder.
Das Schwitzwasser führt zu Korrosion am Fahrzeug.

Eine weitere Ursache

für Feuchtigkeitsschäden an Fahrzeugen ist die Benutzung bei feuchter Witterung und
Regen.
Auch hier führt der anhaftende Wasser- oder Feuchtigkeitsfilm sowie aufgewirbelter
Schmutz, der sich in Winkeln und Ecken festsetzt, zu Korrosion.
Feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie Leder, Stoffe und Pappen schimmeln und
verrotten.

Auch die elektrische Anlage

bleibt nicht verschont und korrodiert, besonders an Steckern und Kontakten.
Bei Wiederinbetriebnahme kann es zu unerwarteten Ausfällen kommen.
Hohe lnstandsetzungskosten oder gar nicht wieder gutzumachende Schäden sind die
Folge.

Warum schützt auch eine Garage nicht vor Feuchtigkeitsschäden
  Ihre Garage ist undicht, Außenfeuchtigkeit durchdringt Baukörper und wird in
erheblichen Mengen vom Mauerwerk und den übrigen Baumaterialien gespeichert
(z.B. Wasseraufnahme von Kalksandstein bis zu 270 l/cbm) und kontinuierlich an
die Raumluft abgegeben.
Das gilt für ebenerdige wie auch für Tiefgaragen.

Beheizt oder unbeheizt:

über weite Perioden des Jahres stellt sich trotzdem eine zu hohe und damit für das
eingestellte Fahrzeug schädliche Luftfeuchtigkeit ein.

    Heizen:
1   Fenster offen
2   Frischluft
3   Heizung
4   Tür offen
5   Abluft warm und feucht


In Tiefgaragen wird die Raumluftfeuchtigkeit im wesentlichen von der Erdreichfeuchte
und der Erdreichtemperatur bestimmt, die selten höher als + 10°C ansteigt.
Besonders im Sommer, wenn warme Luft in die Tiefgarage eintritt, kondensiert
Wasser an den kalten Wänden.

    Entfeuchten:
1   Fenster geschlossen
2   Tür geschlossen
3   AERIAL - Luftentfeuchter

.
Der gleiche Effekt
ergibt sich auch zeitweilig, wenn ein Fahrzeug, das den ganzen Tag über auf
Außentemperatur abgekühlt ist, in eine warme Garage gestellt wird.
Plötzlich beschlägt das gesamte Fahrzeug mit Feuchtigkeit .
Diese Taupunktunterschreitung
und die damit verbundene Kondensation von Wasser findet nicht nur bei
Feuchtigkeitserhöhung statt, sondern auch bei Temperaturabsenkung.

Was kann man tun um Schäden zu vermeiden
  Hohlraumversiegelung und Unterbodenschutz sind nur eine (Teil-) Möglichkeit,
da in den kritischen Winkeln und Ecken das Einbringen und Auftragen der
Schutzmittel außerordentlich schwierig ist.Es muß regelmäßig wiederholt und kontrolliert werden. Außerdem wird
Unterbodenschutz häufig von Feuchtigkeit und Rost unterwandert.
Erkennbar wird der Schaden erst im späten, fortgeschrittenen Stadium. Hier werden
die Symptome bekämpft, nicht die Ursache.

Die technisch, physikalisch und wirtschaftlich einzig richtige Methode ist, die
Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, bzw. ständig um 50% zu halten.
Das gilt insbesondere für den Bereich über + 5°C, wo die in der Luft gespeicherten
Feuchtigkeitsmengen mit zunehmen der Temperatur stark ansteigen.

  Aufbau eines Luftentfeuchters
1   Feuchtluft 8   Ventilator

2

  Luftfilter 9   Luftaustritt

3

  Kühlregister 10   Kompressor

4

  Auffangwanne 11   Trockenluft

5

  Kondenswasser

6

  Wasserbehälter

7

  Kondensator


AERlAL-Luftentfeuchter entziehen der Luft permanent Wasser. Der Vorgang wird vom
eingebauten Hygrostaten automatisch gesteuert.
Das Kondensat wird auf umgekehrtem Weg - wie es in Hohlräume und hygroskopisches
Material eingedrungen ist - durch Verdunstung wieder hinausbefördert.
Dabei geht der AERIAL-Luftentfeuchter besonders sparsam mit der elektrischen Energie
um. Er arbeitet nach dem Prinzip der Wärmepumpe, das heißt, er nutzt die in der Luft
vorhandene Energie mit aus.

Das ergibt zusätzlich einen Energiegewinn bis zum 2,5-fachen der aufgewandten
elektrischen Energie. So braucht der AERlAL-Luftentfeuchter nur etwa 20% der Energie,
die - und das mit unbefriedigendem Ergebnis - für das Heizen der Garage aufgewendet
werden müßte.
Außerdem trägt die frei werdende Wärmemenge, die das Mehrfache des elektrischen
Anschlußwertes des AERIAL-Luftentfeuchters betragen kann, zur Erwärmung des
Raumes bei.

Aufstell-Beispiel
  Die Aufstellung erfolgt auf dem Fußboden (leicht rollbar) oder platzsparend auf einer
Wandkonsole, die als Zubehör erhältlich ist.
Sofern ein Ablauf vorhanden ist oder an geeigneter Stelle angebracht werden kann,
wird das Kondenswasser über einen Schlauch (Zubehör) direkt abgeleitet.
Das regelmäßige Entleeren des Sammelbehälters entfällt damit.

 
Aufstellen unter Plane, Folie etc.
Die Folie oder Plane sollte wegen
entweichender Benzindämpfe nie
ganz luftdicht sein.


Bei der Aufstellung
ist auf gute Luftzirkulation zu achten. Einzelne Fahrzeuge oder Maschinen, die über
einen längeren Zeitraum abgestellt werden sollen, z.B. in einer großen Halle,
können separat unter einer Plastikplane bzw. in einem großen Plastiksack
untergebracht werden.
Der AERlAL-Luftentfeuchter wird dann ebenfalls unter die Abdeckung bzw. in den
Plastiksack gestellt.

Vorteil:
Volumenverkleinerung für den zu
entfeuchtenden Raum.
Diese Arbeitsweise ist kosten- und
energiesparend, weil nicht die gesamte
Halle entfeuchtet werden muß (Falls die
Folie direkt aufliegt, das Fahrzeug zuvor
mit einem Autopalletot, einer Wolldecke,
einem Laken o.ä. abdecken).

.
Selbsttragende Plastiksäcke, sogenannte Kokons, bieten für sich allein keine
Lösung des Problems.
Denn die ständig hineingepumpte Luft bringt gerade das mit sich, wovor es das
Fahrzeug zu schützen gilt: Feuchtigkeit.

Luftsack oder Kondensationstrocknung
  Chemie oder umweltfreundliche Technologie ? Was ist der beste Korrosionsschutz
für Oldtimer, Motorräder, Maschinen und wertvolle Gegenstände ?
Oldtimer verrosten und verspaken vor allen Dingen durch zu hohe Luftfeuchtigkeit.Dagegen werden verschiedene Systeme angeboten, die alle Korrosionsschutz
versprechen.
Für den Laien ist das Angebot nicht mehr durchschaubar: Welches System ist am
besten geeignet und sein Geld wert ?
Wie hält man die Luftfeuchtigkeit tatsächlich dauerhaft von seinem Oldtimer fern ?
Eine Art “große Tüte”, in die das Objekt eingestellt wird, kann - mit oder ohne
Luftzirkulation - keine Feuchtigkeit beseitigen.

In einem Luftsack wird sich aufgrund der physikalischen Gesetze nach einiger Zeit
die Umgebungsfeuchte einstellen.
Das heißt: Wenn die Garage, Lagerhalle oder Scheune feucht ist, wird es auch in
dem Luftsack feucht werden.
Luftsäcke mit Trockenzylinder (Füllung meist chemische Salze) können nur eine
bestimmte Wassermenge unkontrolliert aufnehmen und verlieren nach Sättigung
ihre Wirkung (Funktionsprinzip wie ein Schwamm).

Die Regeneration erfolgt im Wärmeofen oder Backofen, d.h. eine ständige Kontrolle
des unter der Folie befindlichen Hygrostaten und eine Regeneration in mehr oder
weniger kurzen Abständen ist zwingend erforderlich.

Die empfohlene Umgebungsfeuchte von ca. 45-60% r.F. (je nach Art und Ausstattung
des Fahrzeuges) wird nur durch Zufall erreicht und auf keinen Fall konstant gehalten.

Bei Verwendung eines Luftsackes kommt noch das schwierige Handling hinzu:
Einstellen und Herausfahren des Oldtimers, Rißbildung durch scharfe Kanten,
Beschädigung am Boden durch die Reifen und Verstaubung - auch durch statische
Aufladung.

Beim Preisvergleich mit einem Luftsack ist zu berücksichtigen, daß Sie mit dem
Erwerb eines AERIAL-Kondensationstrockners ein technisch hochwertiges Gerät mit
Langzeitlaufeigenschaft (wie Kühlschrank) und vollautomatischer Feuchtesteuerung
(Hygrostat) aus unserer eigenen Produktion bekommen.

Der im Vergleich zu einem Luftsack etwa doppelt so hohe Preis ist im reinen
Materialvergleich mindestens das 10 bis 20-fache Wert.

Die Arbeitsweise eines AERIAL - Luftentfeuchters
 
Luft von 0°C oder weniger hat einen
niedrigen Feuchtegehalt.
Es ist deshalb sinnvoll, das Gerät in diesem
Temperaturbereich nicht arbeiten zu lassen.
Der Abtauthermostat schaltet aus diesem Grund den AERIAL-Luftentfeuchter bei ca.
3°C in Warteposition.

Alle Geräte sind wartungsfrei und für den
vollautomatischen Dauerbetrieb bestimmt.

Gerätegrössen für unbeheizte Räume und Garagen
  Für die Auswahl der richtigen Gerätegröße können nur Richtwerte angegeben werden.
Abweichungen nach oben oder unten sind durch verschiedene Klimabedingungen und
Bauweise möglich.
In Großhallen werden mehrere Geräte über die Fläche verteilt aufgestellt, um eine
gleichmäßige Luftentfeuchtung zu erreichen.

   
AD 520
bis ca. 100 cbm
  AD 620
bis ca. 135 cbm
  AD 630
bis ca. 200 cbm
         
     
AD 650
bis ca. 300 cbm
  AD 670
bis ca. 420 cbm
   

Gern erarbeiten wir mit Ihnen eine individuelle Lösung für größere Räume, Hallen,
Museen oder Spezialkonservierungen.

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